Fischerhude





Fischerhude, auch bekannt als Dorf der Bauern und Künstler, liegt auf einem langen Dünenzug zwischen den Wümmearmen. Es weist einen weitgehend intakten dörflichen Kernbereich mit traditioneller Bausubstanz und landwirtschaftlicher Nutzung großer Hofräume auf.
Beschauliche, mit Kopfsteinpflaster befestigte Straßen, ausgedehnte Freiräume mit alten Eichen sowie eine starke Durchsetzung mit Wasserläufen, verleihen dem Ort einen urwüchsigen Charakter. Die einzigartige Landschaft ist hier durch große, offene Wiesen und durch die hier in mehreren Seitenarmen fließende Wümme geprägt. Die Wiesen sind sehr feucht und werden häufig überschwemmt. Die Wümmeniederung verfügt dadurch über eine einzigartige ökologische Vielfalt und über ein nahezu unberührt anmutendes Landschaftsbild. Im Rahmen des von der Bundesrepublik Deutschland geförderten Naturschutzgroßprojektes "Fischerhuder Wümmeniederung" sollen weite Teile der Niederung geschützt und in ihrer ökologischen Bedeutung durch gezielte Renaturierungsmaßnahmen nachhaltig aufgewertet und erhalten werden.

Aber es ist nicht nur die Schönheit der Natur, die das Dorf auszeichnet. Seit Otto Modersohn 1896 Fischerhude entdeckte und sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts hier nieder ließ, wurde der Ort zum Anziehungspunkt für Malerinnen und Maler und ist es bis heute geblieben. Kunst ist seit dem ein Schwerpunkt des Dorfes: Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker zeigen in ihren Ateliers und Galerien ihre Werke, Malerinnen und Maler wirken in ihren Ateliers, Bilder von der ersten Malergeneration bis heute können in Ausstellungen besichtigt werden. Das Otto-Modersohn-Museum ist ein lohnendes Ziel für jeden Besucher. Seit dem Jahr 2001 hat Fischerhude einen neuen Kunstschwerpunkt gefunden in Buthmanns Hof an der Kirchstraße. Der Kunstverein, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Kunst und Kultur der Region zu bewahren und zu unterstützen, zeigt in den neuen Räumen in wechselnden Ausstellungen die Werke der Künstlerinnen und Künstler aus Fischerhudes Vergangenheit und Gegenwart.

In dem Ortsteil Quelkhorn bildet die sorgfältig restaurierte Galerieholländer Windmühle aus dem Jahre 1880 - auf der Höhe günstig dem Wind ausgesetzt - einen attraktiven Blickfang. Der Mühlenberg eröffnet eine weite Sicht auf die nordwestlich angrenzende Moorniederung bis hin zum Teufelsmoor und dem Weyerberg. Auch die Silhouette Bremens kann man von hier gut erkennen.